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ZUGFeRD und XRechnung: zwei Formate, ein Ziel

Beide Formate erfüllen die europäische Norm EN 16931 für strukturierte E-Rechnungen. Der Unterschied liegt darin, wie die Daten verpackt sind und wann welches Format einzusetzen ist.

ZUGFeRD: sichtbar für Menschen, maschinenlesbar für Software

ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) ist ein Hybridformat: eine normale PDF-Datei mit einer eingebetteten XML-Datei. Der Empfänger kann die Rechnung wie gewohnt als PDF öffnen und lesen. Gleichzeitig liegt die gesamte strukturierte Information — Betrag, Steuer, Bankverbindung, Leistungsdatum — in der eingebetteten XML, die eine Buchhaltungssoftware automatisch verarbeiten kann, ohne die PDF zu lesen.

ZUGFeRD basiert auf dem europäischen Standard EN 16931 und dem UN/CEFACT-Datenmodell (Cross Industry Invoice). In Deutschland ist ZUGFeRD die am weitesten verbreitete E-Rechnungsform für B2B-Zwecke.

XRechnung: reines XML, kein visuelles PDF

XRechnung ist ein rein maschinenlesbares XML-Format. Es gibt keine PDF-Seite, kein visuelles Dokument, das man einfach öffnen und lesen könnte. Wer eine XRechnung im Dateimanager doppelt anklickt, sieht XML-Code.

XRechnung ist der Standard für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber in Deutschland (B2G). Seit dem 27. November 2020 sind alle Bundesbehörden verpflichtet, elektronische Rechnungen nach dem XRechnung-Standard anzunehmen. Viele Länder und Kommunen folgen diesem Standard ebenfalls. Wer Rechnungen an eine Bundesbehörde oder eine öffentliche Einrichtung stellt, muss in der Regel XRechnung liefern — nicht ZUGFeRD.

Jede XRechnung wird durch den offiziellen KoSIT-Validator geprüft, bevor sie als gültig gilt. abolos führt diese Validierung automatisch durch.

Welches Format wann

SituationFormatWarum
Rechnung an einen Geschäftskunden (B2B)ZUGFeRDHuman-readable PDF + maschinenlesbare XML in einer Datei
Rechnung an eine Bundesbehörde oder BundeseinrichtungXRechnungGesetzlich vorgeschrieben für B2G
Rechnung an Landes- oder KommunalbehördeXRechnungMeistens XRechnung — im Einzelfall beim Auftraggeber nachfragen
Empfang einer Lieferantenrechnung (Eingang)Beide möglichabolos liest ZUGFeRD und XRechnung ein und zeigt die Daten lesbar an

Wie abolos das handhabt

abolos wählt das Format automatisch. Für Standardrechnungen an Geschäftskunden liefert es eine ZUGFeRD-Datei. Wer im Rechnungseditor die Option „Öffentlicher Auftraggeber" wählt, erhält zusätzlich eine XRechnung-XML, die direkt an das Behörden-Portal übertragen werden kann.

Jede XRechnung wird vor der Auslieferung automatisch gegen den KoSIT-Referenzvalidator geprüft. Eine Rechnung, die die Validierung nicht besteht, wird nicht finalisiert. So kommt keine ungültige Datei beim Empfänger an.